Ausflug der Religionsschüler/innen (3A, 3E) zu Synagoge und Moschee

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Am 24.4 2019 sind wir, die Religionsschüler der 3A und 3E, mit unseren KlassenvorständInnen und ReligionslehrerInnen nach Graz gefahren, wo wir eine Synagoge und eine Moschee besichtigten.

Im Gebetshaus der Juden klärte uns Kathrin Ruth Lauppert-Scholz über die Geschichte der Synagoge auf, diese wurde nämlich bei den Novemberpogromen abgebrannt und dann viele Jahre später wieder neu auf dem Fundament der alten Synagoge aufgebaut.

Die Frau, die selbst Jüdin ist und beruflich über das Judentum und die Zusammenhänge der drei großen Religionen (Christentum, Judentum, Islam) berichtet, erzählte uns vom Leben eines Juden, welche Vorschriften es im Judentum gibt, wie eine Messe abgehalten wird und auch über die Vorurteile gegenüber Juden, die weit in die Geschichte zurückreichen.  Danach beantwortete sie noch alle unsere Fragen, bis wir zum Gedenkspaziergang durch Teile von Graz aufbrachen.

Geführt von einem Geschichtsexperten hwurden wir über die brutalen Zustände zur Zeit des Zweiten Weltkriegs aufgeklärt. Wir lernten etwas über die Verfolgungen von Juden, geistig oder körperlich beeinträchtigten Menschen und Homosexuellen. Auf dem Gedenkspaziergang sahen wir sogenannte Pflastersteine. Das sind Gedenktafeln am Gehsteig, wo die Namen von jenen Personen oben stehen, die damals fliehen mussten, ermordet wurden, in Konzentrationslager gesperrt wurden oder deren Schicksal niemals geklärt wurde. Für sie wurden Tafeln errichtet, damit diese schreckliche Zeit nie in Vergessenheit gerät und an die Menschen, die zu Lebzeiten in den Augen vieler anderer nichts wert waren, gedacht wird. Der Spaziergang war faszinierend und zeigte uns, welches Glück wir haben, denn wir können unsere Meinung sagen ohne, dass wir auf öffentlicher Straße gedemütigt oder gar umgebracht werden und das haben wir teilweise den Menschen zu verdanken, die in der NS-Zeit ihr Leben verloren haben.

Nach einer lustigen Mittagspause am Grazer Hauptplatz fuhren wir weiter zur Moschee. Dort berichtete uns der Moslem Fikret Fazlic über die Versuche der Mitglieder der Grazer Moschee, sich zu integrieren und über die Traditionen des Islams. Wir durften den Gebetssaal besichtigen, wo uns der Koran vorgestellt und uns sogar vorgebetet wurde. Islamische Schüler halfen mit, aber auch andersgläubige Schüler arbeiten mit. Unsere Fragen, wie zum Beispiel über das Kopftuch und die Propheten, wurden beantwortet. Zum Abschluss sagte der Moslem, dass der Islam für ihn wie ein Leuchtturm sei, der egal was passiert immer da ist und ihm den Weg weise.

Der Spruch hat einigen von uns besonders gut gefallen, denn egal ob Christentum, Judentum, Islam, oder eine andere Religion – jede Glaubensrichtung ist wichtig für die Menschen, die an sie glauben und jede will den Frieden zwischen den Menschen.

Vielleicht können Ausflüge, wie unserer, dazu beitragen, dass die Menschen aus den verschiedenen Religionen sich besser kennenlernen und sich offener und mit weniger Vorurteilen begegnen.

Text: Anja Käfer (3A)
Fotos: Dr. Thomas Müller, Mag. Teresa Bleymaier

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