Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich mit ihrem Angebot auf die coronabedingte Distance-Learning-Situation eingestellt. Die 1961 von Peter Benenson gegründete Organisation bietet aktuell Online-Workshops an, um die Menschenrechte in den Schulklassen zum Thema zu machen.
Im Ethikunterricht spielt das Thema „Grund- und Menschenrechte“ eine zentrale Rolle. Um die Sicht- und Arbeitsweise von Aktivist*innen kennenzulernen hat die Ethikgruppe der 6abcd-Klassen einen solchen Workshop initiiert. Sarah Koch und Theresa Reiter von Amnesty arbeiteten am 11. Mai 2021 via Bildschirm mit den Schüler*innen, die teils in der Klasse, teils zu Hause teilnahmen. Die beiden Mitarbeiterinnen klärten über die Arbeitsweise von Amnesty auf, die hauptsächlich in einer Aufklärungsarbeit (Bewusstmachen der Wichtigkeit von Menschenrechten), in einer Recherchearbeit (über aktuelle Menschenrechtsverletzungen weltweit) und in einem Aktivismus (Petitionen, Protestnoten etc.) besteht.
Die Schüler*innen konnten Fragen zu „Fällen“ von aktuellen Menschenrechtsverletzungen stellen; wie z.B. zu jenem des 29-Jährigen Ahmed Samir Abdelhay Ali, der – in Wien studierend – zu Recherchen nach Ägypten reiste, dort verhaftet wurde und nun seit mehreren Monaten in Kairo in Haft sitzt – ohne sich eines Vergehens schuldig gemacht zu haben.
Neben all den interessanten Details, die S. Koch und T. Reiter über Amnesty berichteten, war die wohl wichtigste Botschaft, dass jede*r etwas zur Verbesserung der Menschenrechtsituation in dieser Welt beitragen kann – durch das eigene Tun und Handel. Und vielleicht auch durch eine entsprechende Schulbildung, in der solche Themen nicht nur als Randnotiz behandelt werden.


Beitrag: Dr. Thomas Müller
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