Ausstellung „Die Namen des Widerstands“

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Ein Verbot der eigenen Meinung, die massive Einschränkung von Freiheiten, ein Österreich ohne Demokratie, ja gar eine Welt ohne eben dieses Österreich – das scheint uns heutzutage schwer vorstellbar. Durch ihre Mitarbeit bei der Ausstellung „Die Namen des Widerstands“ tauchten die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums tief in die Thematik von Faschismus, Unterdrückung und Diktatur in unserem Land ein und beschäftigten sich mit den Menschen, die den Mut hatten, sich für die Werte, auf die sich unsere Gesellschaft heute stützt, einzutreten.

Zahlreiche Straßen in Kapfenberg – so viele wie in kaum einer anderen österreichischen Stadt – tragen die Namen von Widerstandskämpfern und Widerstandskämpferinnen, die sich dem Kampf gegen totalitäre Systeme gewidmet haben; viele von ihnen bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben.

Die kürzlich im Kulturzentrum eröffnete Ausstellung „Die Namen des Widerstands“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Hintergrundinformationen über ein schreckliches Kapitel der Zeitgeschichte zu liefern und insbesondere den Personen hinter den Kapfenberger Straßennamen ein Gesicht und eine Biographie zu geben.

Arrangiert von Mag. Margarete Gergitsch und Mag. Sabine Krenn, der Leiterin des Stadtmuseums, kam eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadtgemeinde zu Stande, auf deren Basis die Ausstellung letztlich entstand. Unter Anleitung und mit Unterstützung von Dr. Stephanie Marak, Mag. Harald Trummer und Mag. Christoph Bleymaier erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8A, 8C und der Wahlpflichtfachs Geschichte die Biographien der Menschen, die sich hinter den Straßennamen verbergen. Von Johann Böhm über Otto Hauberger bis hin zu Paula Wallisch – letztlich kamen nach umfassender Recherchearbeit 20 Texte zusammen, dazu ein Beitrag zur 12. Februar Straße.

Die ebenfalls von den Schülern verfassten Kurzbiographien wurden auf Metalltafeln verewigt und werden nach Ende der Ausstellung als Zusatzschild ergänzend bei denjeweiligen Straßenschildern montiert werden.

Als Abschluss des Projekts waren die mitarbeitenden Schülerinnen und Schüler auch bei der Eröffnung dabei und sahen sich ihr Werk im Kulturzentrum Kapfenberg an. Die Ausstellung ist noch bis 29. April zu besichtigen.

Ein Dankeschön geht abschließend an die Schülerinnen und Schüler für ihr großes Engagement in der Arbeitsphase, aber auch an die Stadtgemeinde Kapfenberg – das gemeinsame Projekt war in vieler Weise eine Bereicherung für den Geschichteunterricht und eine willkommener Anlass,  komplexe, tragische historische Ereignisse aus einem regionalen Blickwinkel heraus zu besprechen.

Text und Fotos: Mag. Christoph Bleymaier

Video: HiWay TV

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